Der Bericht eines frustrierten Pächters. // 21.10.2026
Wir haben uns ja leider schon daran gewöhnt, dass in der Gartenanlage nichts mehr sicher ist, was nicht niet- und nagelfest verankert ist. Da wird nicht nur Werkzeug wie Besen oder Gießkannen entwendet, sondern auch mal ein 2 Meter großes Regenfass kann über Nacht verschwinden.
Was man leider nicht wegsperren kann, ist das angepflanzte Gemüse. Dies muss nicht nur den täglichen Einflüssen von Wind und Wetter stand halten, sondern ist auch immer wieder Opfer von Diebstahl. Nun kann man es vielleicht noch verstehen, dass es Menschen gibt, die am Rande der Existenz leben und sich ein paar Tomaten oder Bohnen aus dem Garten entwenden.
Das ist kein Mundraub. Es ist eine Schande.
Wofür ich aber absolut keine Toleranz zeigen kann, ist der systematische und geplante Diebstahl von feinem Obst auf dem Grundstück! Leider mussten wir nun zum dritten Mal in Folge feststellen, dass aus unserem Garten die Weintrauben entwendet wurden. Diese wurden nicht etwa nur zum Teil und auch nicht aus dem Affekt heraus mal schnell mitgenommen. Nein – Diese wurden systematisch mit dem passenden Werkzeug bis zur allerletzten Traube sorgfältig und fachmännisch perfekt abgetrennt und mitgenommen. Wir behielten nicht eine einzige Traube übrig. Das hat jemand vorsätzlich geplant und ordentlich durchgeführt.
Es ist eine Schande.
Wer sowas stiehlt, macht es nicht aus Hunger oder anderen Gründen, sondern einfach nur aus Gier und persönlichem Interesse.
Wir betreiben die Gartenarbeit zu unserem Vergnügen, als Hobby. Da wir in unserem Garten aufgrund der schlechten Bodenverhältnisse nicht viel anpflanzen können, erfreuen wir uns jedes Jahr zu sehen, wie die Trauben an unserem liebevoll gepflegten Gartenhaus heranwachsen. Als wir nun zur Erntezeit der Trauben an die Arbeit gehen wollten, wurden wir zutiefst enttäuscht. Es ist ein Schlag ins Gesicht für monatelange Pflege und Arbeit.
Gestohlene Freude
Man hat uns hier nicht nur ein paar Kilo Trauben gestohlen, sondern es geht um die entgangene Freude, die nicht ersetzbar ist. Der Garten ist für uns eine Oase im wilden Dickicht der Stadt, eine Flucht aus dem Alltag. Und dann nimmt uns irgend ein gieriger Vollidiot den letzten Tropfen Hoffnung, der uns motiviert, diese Anlage weiter zu pflegen.
Bekannte Täter
Das Schlimme an der Situation ist, dass wir wissen, wer es war, dafür aber keine Beweise vorliegen. Uns wurde schon mitgeteilt „Ja, ich habe schon gesehen, wie der Herr xy über die Zäune geklettert ist“ oder „die Frau xz hält sich da auch nicht zurück“. Aber leider gibt es da keine Beweise, dass die Person auch in unserem Garten war.
Wir rechnen schon gar nicht mehr damit, irgendwann wieder Trauben ernten zu können. Aber wir werden unsere Vorkehrungen nehmen.